Bühel - Bildstock hl. Wendelin

Eine kleine Kapelle stand bis 1978 etwas nördlich an einem alten Fußweg und wurde nach dem Güterwegneubau zur Parzelle Bühel von der Familie Greber, die die Grundbesitzer sind, versetzt. In der alten Kapelle sollen zwei große Nikolausfiguren gestanden und kleine Kreuzwegstationen an den Seitenwänden gehangen sein. Da die Kapelle sehr baufällig war, wurde beim Hausbau von Kaspar Greber die Kapelle abgerissen und ein Bildstock auf der gegenüberliegenden Seite errichtet. Dieser Bildstock, der ca. 1950 errichtet wurde, beinhaltet das Bild des hl. Wendelin, vom Einsiedler Waldner Alois (Holdo Hansa Wise) gemalt.

 

Metzler Gerda, Heimatkunde im Religionsunterricht. Kapellen, Bildstöcke und Wegkreuze in Egg.

Religionspädagogische Akademie der Diözese Innsbruck, Stams. Religionspädagogisches Institut der Diözese Feldkirch, 2002, Seite 55-56

Ich brauche ein Stück Freiheit

In einer weiten, ebenen Landschaft

die Einheit und Frieden ausstrahlt,

auf einem Berg,

wo ich rund um mich Abgrund spüren,

wo ich scheinbar niemand mehr erreichen kann.

 

Gott begegnen können

im Nebel

der mich einhüllt,

der schwer auf mir lastet.

Als Bild für eine Leiderfahrung,

die eine tiefe Wunde hinterlässt,

ich fühle mich ausgenutzt, verletzt,

Angst macht sich breit,

und ich ziehe mich immer tiefer und weiter in den dichten Nebel zurück.

 

Gott begegnen können

im Löwenzahn,

der wachsen will,

selbst den dicken Asphalt durchbrechen kann,

und Knospen und Blüten treibt.

Als Symbol für mich,

dass es trotz aller Leiderfahrung,

trotz aller Hoffnungslosigkeit

Hoffnung gibt.

Dann, wenn ich mich auf den Weg mache

mit meiner Enttäuschung,

mit meiner Verwundung,

um Neues zu wagen,

um Versöhnung wachsen zu lassen.

 

Tage der Stille 1988/89

Pfarramt Egg und Großdorf

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