Meßmerreuthe - Kreuz

Das einfache Wegkreuz erzählt von der gesunden Heimkehr des Adolf Troy (Meßmerreuthe) aus dem 2. Weltkrieg. Es steht neben der Seilbahnstation, die die Milch in die Hofer Sennerei bringt. Dieses Wegkreuz hat ein schmales Bretterdach und einen goldbronzierten Christuskorpus. Auf einer Tafel ist zu lesen: „Unversehrt vom Kriege heimgekehrt. Dies Kreuz war ein Versprechen.“ Auf einer zweiten Blechtafel steht: „Jesus sei uns gnädig.“ Zwischen den beiden Kupferblechtafeln befindet sich ein Weihwassergefäß ebenfalls aus Kupferblech. In den 1980er Jahren wurde es das letzte Mal renoviert.

 

Metzler Gerda, Heimatkunde im Religionsunterricht. Kapellen, Bildstöcke und Wegkreuze in Egg. Religionspädagogische Akademie der Diözese Innsbruck, Stams. Religionspädagogisches Institut der Diözese Feldkirch, 2002, Seite 58

Ich brauche ein Stück Freiheit

In einer weiten, ebenen Landschaft

die Einheit und Frieden ausstrahlt,

auf einem Berg,

wo ich rund um mich Abgrund spüren,

wo ich scheinbar niemand mehr erreichen kann.

 

Gott begegnen können

im Nebel

der mich einhüllt,

der schwer auf mir lastet.

Als Bild für eine Leiderfahrung,

die eine tiefe Wunde hinterlässt,

ich fühle mich ausgenutzt, verletzt,

Angst macht sich breit,

und ich ziehe mich immer tiefer und weiter in den dichten Nebel zurück.

 

Gott begegnen können

im Löwenzahn,

der wachsen will,

selbst den dicken Asphalt durchbrechen kann,

und Knospen und Blüten treibt.

Als Symbol für mich,

dass es trotz aller Leiderfahrung,

trotz aller Hoffnungslosigkeit

Hoffnung gibt.

Dann, wenn ich mich auf den Weg mache

mit meiner Enttäuschung,

mit meiner Verwundung,

um Neues zu wagen,

um Versöhnung wachsen zu lassen.

 

Tage der Stille 1988/89

Pfarramt Egg und Großdorf

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