Fohren 742 - Kreuz

Ferdinand Vonach hat während der Zeit der Staumauer des Kopsstausees dort gearbeitet. Als die Mauer fertig gestellt war, wurden die Unterkünfte der Arbeiter abgebrochen und er durfte alles mitnehmen, was er brauchen konnte. Dabei war auch das Wegkreuz, das jetzt im Fohren 742 steht. Das war zwischen 1966 und 1968.

Das Wegekreuz könnte aber schon vor Beginn des Baues der Staumauer dort oben gestanden sein und könnte wesentlich älter sein. Das konnte bisher nicht herausgefunden werden.

Bis ich einen traf ...

Ich weinte,

weil ich keine Schuhe hatte

bis ich einen traf,

der keine Beine hatte.

 

Ich schimpfte,

weil ich keinen Fernseher hatte

bis ich einen traf,

der blind war.

 

Ich knurrte,

weil das Essen nicht fertig war

bis ich einen traf,

der am Verhungern war.

 

Ich weigerte mich

für andere zu arbeiten

bis ich einen traf,

der für andere litt.

 

Ich heulte,

weil ich Zahnweh hatte

bis ich einen traf,

der gefoltert wurde.

 

Ich sträubte mich,

mein Kreuz zu tragen

bis ich einen traf,

der daran starb.

 

Ich weigerte mich,

JA zu sagen

bis ich einen traf,

der mich voll bejahte.

 

Rupert Federsel

Pfarramt Egg und Großdorf

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