Filialkirche Ittensberg - Herz Mariä

Auf dem Weg von Großdorf nach Schetteregg liegt linker Hand die Ittensberger Kirche. Schon früh war es der ansäßigen Bevölkerung und den Bauern aus den umliegenden Vorsäßen ein Anliegen, hier eine Kapelle zu bauen, war doch der Weg ins "Dorf" weit und beschwerlich.

Gemeinsam finanzierten die Ittensberger und "Hüslelüt" durch Sammlungen, Sachspenden und einen "Glückstopf" die Errichtung einer kleinen Kirche, die in den Jahren 1951/52 gebaut und am 19.10.1952 dem Herzen Mariä geweiht wurde.

Ein eigenständiger Kirchenrat regelt seitdem die kirchlichen Finanzen und die Instandhaltung der Kirche.

Liturgisch wurde die Filialkirche zunächst durch den Pfarrer von Großdorf betreut. Erst nach der Zusammenlegung der Pfarren Egg und Großdorf verwaiste die Ittensberger Kirche. Wiederum waren es die Bewohner von Ittensberg, denen es ein Anliegen war, in ihrer Kapelle Gottesdienste feiern zu können. Und da im Laufe der Jahre die Kapelle auch für viele Egger und Dorfer liturgische Heimat geworden war, fanden sich bald vier engagierte Frauen und Männer, die sich bereit erklärten, sich zu WortgottesdienstleiterInnen ausbilden zu lassen. Vom Bischof zu diesem Amt und zum liturgischen Dienst in der Ittensberger Kirche gesendet, verrichten und gestalten sie seit 2000 regelmäßig Wortgottesdienste, in denen das Wort Gottes im Zentrum der Liturgie steht. Mit unterschiedlichen Andachten und liebevoll gestalteten Wortgottesdiensten führen sie durch das Kirchenjahr.

Neben den Wortgottesdiensten findet jeden dritten Sonntag im Monat eine Eucharistiefeier statt.

Die Kirche lebt von Menschen, die zusammenfinden, um miteinander zu feiern.

Den Ittensbergern und allen, die sich zu dieser Kapelle zugehörig fühlen, ist es gelungen, diese Gemeinschaft zu feiern und zu leben.

Pfarramt Egg und Großdorf

6863 Egg, Pfarrhof 1

05512/2246, Fax -4

pfarre.egg@aon.at

pfarre.grossdorf@aon.at

 

Öffnungszeiten im Pfarrbüro:

Dienstag, 15.00 - 18.00 Uhr

Freitag, 8.30 - 11.00 Uhr

Die Hirten

Sie sind erschrocken.

Sie hören, staunen.

Gehen hin nach Betlehem.

Dort stehen sie

mit großen Augen

und mit kleiner Logik.

Sie schauen in das Kind hinein, hindurch, so lange,

bis sie den Erlöser sehen.

Sie finden ihn.

In den Windeln eingehüllt.

Den Herrn der Welt.

Was mussten sie für Augen haben!

Sie beugen sich und finden Wahrheit.

Sie bücken sich und anerkennen,

was nicht durch sie entstand,

sie schauen nicht hin und her,

sie schauen einfach tief,

ein kleines Kind,

Retter der Welt.

Sie brauchen nicht gescheite Worte.

Es war genug für Hirten,

zu stehen vor der Krippe

und gehört zu haben,

das Heil ist da.

Ihre Augen fliehen nicht ins Unsichtbare.

Sie schauen hin

und sehen alles.

Sie schauen in die Augen eines Kindes

und loben Gott für dieses Heil.

Sie tanzen heim.

Sie sind gewiss: Er ist's.

 

Martin Gutl