Friedhofskapelle

Friedhof, Kriegerdenkmal und Aufbahrungshalle

 

Der Egger Friedhof liegt weit über dem Straßenniveau. Er wird von mehreren Seiten erschlossen; im Süden über das Kriegerdenkmal. Jenes von Egg stammt aus dem Jahr 1927. Es wurde von dem aus Au stammenden Bildhauer Kaspar Albrecht entworfen, der einen architektonischen Rahmen mit Holzplastiken und Steinreliefs schuf. In dem für ihn typischen Realismus versuchte er das Wesen des Krieges in seiner Seelenlosigkeit zu erfassen. Albrecht thematisierte, was er selbst als Soldat erlebt hatte: die Erfahrung des Abschieds und die kollektive Bedrohung der Existenz. Am Ende aber steht nicht der Tod, sondern die Botschaft der Erlösung durch Jesus Christus.

 

Nach Plänen seines Neffen Jakob Albrecht aus Bregenz wurde 1990 die Aufbahrungshalle erstellt, welche im nordöstlichen Teil des Friedhofs liegt. Es ist ein Mauerwerksbau, der sich in das Ensemble zwischen Kirche und alter Schule einfügen sollte. Seine künstlerische Ausstattung ist auf drei Bildteppiche des gebürtigen Hittisauers Alois Schwärzler beschränkt. Die Gobelins aus den Jahren 1990 und 1991 sind der Geburt, der Kreuzigung und der Auferstehung Christi gewidmet. Heute nicht mehr vorhanden ist das Beinhaus, das einst in der Nordwestecke des Egger Friedhofs gestanden ist. Eine Darstellung des historischen Gemäuers aus nächster Nähe wird im Gemälde „Allerseelen“ vermutet, das Wilhelm Ludwig Friedrich Riefstahl 1869 anlässlich des frühen Todes von Franz Michael Felder malte. Das Bild befindet sich heute in Privatbesitz in den USA. Wann in Egg die letzten Gebeine ausgegraben und ins Beinhausübertragen wurden, ist unbekannt. Das Gebäude wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts abgebrochen.

 

Steurer-Lang, Maria Rose, Bildende Kunst und Sakralbau. in: Egg im Bregenzerwald, Heimatbuch 2008, Egg im Bregenzerwald, Heimatbuch 2008, 432-433

Ich bin der Weinstock

Ich bin der Weinstock,

du seine Rebe.

Du bist ein Lebensstrom

mit mir.

In deiner Einsamkeit

bist du nicht ohne mich.

 

Ich bin der Hirt,

der das Verlorene sucht.

Auch das Verlorene

in deinem Leben.

 

Ich bin das Licht

gegen

die Finsternis 

in dir.

 

Ich bin der Weg

aus allen deinen Sackgassen.

Ich führe dich weg

von deinen Holz- und Irrwegen,

kürze deine Umwege ab,

verzeih dir deine Abwege

und bringe dich

auf den Weg des Heils.

 

Ich bin das Leben,

das den Tod besiegt!

Auch dem Tod in dir

will ich das Leben geben.

Wer von diesem Wasser trinkt,

das ich ihm gebe, der

wird nie mehr dürsten.

Er wird selbst zu einer Quelle werden,

aus der ewiges Leben kommt.

 

(in: das Thema 18/19 (1976))

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