Kreuz - Ebenwald 106

Das Wegkreuz in Ebenwald wurde anstelle der verfallenen Pestkapelle schon im 19. Jahrhundert errichtet. Die Familie Moosbrugger (Ebenwald) ist heute im Besitz dieses Kreuzes und ließ es 1982 renovieren. Das Schindeldach wurde vom Ebenwalder Tischlerlehrling Thomas Hohenegg in seiner Lehrwerkstatt bei Josef Meusburger, Unterbach, erneuert. Für die übrigen Renovierungskosten kam die Familie Moosbrugger auf. Der geschnitzte Christuskorpus und das Holzkreuz mit Rückwand ist von Bäumen, Sträuchern und Efeu umrahmt.

 

Metzler Gerda, Heimatkunde im Religionsunterricht. Kapellen, Bildstöcke und Wegkreuze in Egg. Religionspädagogische Akademie der Diözese Innsbruck, Stams. Religionspädagogisches Institut der Diözese Feldkirch, 2002, Seite 65

 

Bis ich einen traf ...

Ich weinte,

weil ich keine Schuhe hatte

bis ich einen traf,

der keine Beine hatte.

 

Ich schimpfte,

weil ich keinen Fernseher hatte

bis ich einen traf,

der blind war.

 

Ich knurrte,

weil das Essen nicht fertig war

bis ich einen traf,

der am Verhungern war.

 

Ich weigerte mich

für andere zu arbeiten

bis ich einen traf,

der für andere litt.

 

Ich heulte,

weil ich Zahnweh hatte

bis ich einen traf,

der gefoltert wurde.

 

Ich sträubte mich,

mein Kreuz zu tragen

bis ich einen traf,

der daran starb.

 

Ich weigerte mich,

JA zu sagen

bis ich einen traf,

der mich voll bejahte.

 

Rupert Federsel

Pfarramt Egg und Großdorf

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