Kreuz - Klebern 512

Richard Natter versprach bei gesunder Heimkehr aus dem 2. Weltkrieg ein Wegkreuz zu erstellen. Die Kreuzesbalken wurden von der Familie Troy (Sägereibetrieb) spendiert, da auch ihre Familie vom Krieg verschont blieb. Richard Natter beauftragte Christian Moosbrugger, einen Christuskorpus zu schnitzen. 1960 wurde das Kreuz, das ein breites Kupferdach hat, aufgestellt und die beiden Familien Troy und Natter feierten gemeinsam die Einweihung mit Pfarrer Josef Senn.

 

Metzler Gerda, Heimatkunde im Religionsunterricht. Kapellen, Bildstöcke und Wegkreuze in Egg.

Religionspädagogische Akademie der Diözese Innsbruck, Stams. Religionspädagogisches Institut der Diözese Feldkirch, 2002, Seite 59-60

Bis ich einen traf ...

Ich weinte,

weil ich keine Schuhe hatte

bis ich einen traf,

der keine Beine hatte.

 

Ich schimpfte,

weil ich keinen Fernseher hatte

bis ich einen traf,

der blind war.

 

Ich knurrte,

weil das Essen nicht fertig war

bis ich einen traf,

der am Verhungern war.

 

Ich weigerte mich

für andere zu arbeiten

bis ich einen traf,

der für andere litt.

 

Ich heulte,

weil ich Zahnweh hatte

bis ich einen traf,

der gefoltert wurde.

 

Ich sträubte mich,

mein Kreuz zu tragen

bis ich einen traf,

der daran starb.

 

Ich weigerte mich,

JA zu sagen

bis ich einen traf,

der mich voll bejahte.

 

Rupert Federsel

Pfarramt Egg und Großdorf

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