Bildstock - Nützlisheinzen 665

Der Bildstock in der Parzelle Heinzen geht auf ein Versprechen zurück, das Konrad Feurstein und seine Frau Marianne gemacht haben, als der Mann und die drei Söhne in den 2. Weltkrieg einrücken mussten: „Falls sie alle gesund aus dem Krieg zurückkehren würden, würden sie einen Bildstock als Dank aufstellen.“

Wichtige Bauvorhaben auf der Alpe und am Haus haben dieses Versprechen immer wieder verzögert. Den Nachkommen ließ es schließlich keine Ruhe und so wurde nachträglich ein Bildstock errichtet, auf welchem „Danke“ steht und die Jahreszahlen „1938 – 45 –48“. Oskar und sein Sohn Peter haben den Bildstock gemeinsam gebaut. Der Bildstock besteht aus einem gemauerten Sockelteil, darauf befindet sich ein gestricktes Häuschen mit Schindeldach, in dem die Muttergottesstatue steht. Er steht außerdem in einem gepflegten Garten. Der Bildstock wurde am 29. Juli 1985 von Pfarrer Anton Schmid aus Andelsbuch eingeweiht, da die Familie damals hauptsächlich in Bersbuch wohnte.

 

Metzler Gerda, Heimatkunde im Religionsunterricht. Kapellen, Bildstöcke und Wegkreuze in Egg. Religionspädagogische Akademie der Diözese Innsbruck, Stams. Religionspädagogisches Institut der Diözese Feldkirch, 2002, Seite 54-55

Die wunderbare Zeit-vermehrung

Und er sah eine große Menge Volkes, 

die Menschen taten ihm leid,

und er redete zu ihnen von der unwiderstehlichen Liebe Gottes.

 

Als es dann Abend wurde, sagten seine Jünger:

Herr, schicke diese Leute fort, 

es ist schon spät, sie haben keine Zeit.

 

Gebt ihnen doch davon, so sagte er,

gebt ihnen doch von eurer Zeit!

 

Wir haben selber keine, fanden sie,

und was wir haben, dieses wenige, 

wie soll das reichen für so viele?

 

Doch war da einer unter ihnen, der hatte wohl noch fünf Termine frei, mehr nicht, zur Not, dazu zwei Viertelstunden.

 

Und Jesus nahm, mit einem Lächeln, 

die fünf Termine, die sie hier hatten, die beiden Viertelstunden in die Hand.

Er blickte zum Himmel, sprach das Dankgebet und Lob, 

dann ließ er austeilen die kostbare Zeit durch seine Jünger an die vielen Menschen.

 

Und siehe da: es reichte nun das wenige für alle.

Am Ende füllten sie sogar zwölf Tage voll mit dem, was übrig war an Zeit, das war nicht wenig.

 

Es wird berichtet, dass sie staunten.

Denn möglich ist, das sahen sie, Unmögliches bei ihm.

 

Lothar Zenetti

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