Bildstock - Auf der Halden 193

Mit Anton Köb führte Gertrud Geser dieses Gespräch:

 

Du hast an verschiedenen Orten kleine Andachtsstätten geschaffen, aus welchem Beweggrund, bzw. Anlass?

 

Wir gingen früher auf manche Wallfahrten, z.B. Bruder Klaus, Lourdes… Da habe ich gedacht, dass wir nicht so weit fahren müssen und darum diese Bilder aufgehängt, um dorthin kleine Wallfahrten machen zu können.

 

Z.B. das Bild von Bruder Klaus von der Flüe an einem Baum beim Elias Brügel.

 

Das Anliegen war die Bitte um einen guten Schutz für unsere Familie.

 

Den Waldweg weiter hinauf im Zwinghof hängt ein Bild von Pater Pio an einem Baum.

 

In dieser Gegend war ich oft bei Holzarbeiten. Das Bild habe ich aus Dankbarkeit für den guten Schutz bei diesen Arbeiten angebracht, auch mit der Bitte, dass es so bleiben möge.

 

Weiter oben in Klöslars Hölzele finden wir Kreuz und Marienbild im Heuzimmer von Fam.

Geiger. 

 

Das soll Wanderer zum Innehalten anregen und zu einem stillen Gebet einladen.

 

Am Weg vom Stadel in die Junkerau hängt am Baum ein Bild der Lourdesmadonna.

 

Darum hat mich meine Schwester Hedwig gebeten, die in Kohlgrub wohnte und fast täglich mit ihrer Nachbarin Rosa Wackerle mit ihren Anliegen dorthin gepilgert ist.

 

Und wer hat diese schönen Bilder gemalt?

 

Das war unsere heimische Künstlerin Elisabeth Rehm vom Großdorf.

 

Das Bildstöckle neben eurem Haus birgt eine Muttergottesstatue.

 

Der Muttergottes habe ich versprochen, wenn ich die Kaminkehrer-Meisterprüfung bestehe, werde ich ihr ein Bildstöckle aufstellen.

 

An der Außenfassade eures Hauses im Giebel ist eine Herz-Jesu-Figur mit zwei

Engeln.

 

Die habe ich von einer alten Frau geschenkt bekommen, die damit nichts anzufangen wusste und sie auch nicht auf den Müll werfen wollte.

 

Danke für die interessanten Informationen.

 

Bis ich einen traf ...

Ich weinte,

weil ich keine Schuhe hatte

bis ich einen traf,

der keine Beine hatte.

 

Ich schimpfte,

weil ich keinen Fernseher hatte

bis ich einen traf,

der blind war.

 

Ich knurrte,

weil das Essen nicht fertig war

bis ich einen traf,

der am Verhungern war.

 

Ich weigerte mich

für andere zu arbeiten

bis ich einen traf,

der für andere litt.

 

Ich heulte,

weil ich Zahnweh hatte

bis ich einen traf,

der gefoltert wurde.

 

Ich sträubte mich,

mein Kreuz zu tragen

bis ich einen traf,

der daran starb.

 

Ich weigerte mich,

JA zu sagen

bis ich einen traf,

der mich voll bejahte.

 

Rupert Federsel

Pfarramt Egg und Großdorf

6863 Egg, Pfarrhof 1

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Öffnungszeiten im Pfarrbüro:

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