Kreuz - Bruggan 1025

1950

Der Sohn von Filomena Metzler, geb. Hammerer, erinnert sich, dass seine Mutter bei Kriegsbeginn versprochen hat: „Wenn der Krieg beendet, die Familie gesund ist, das Haus noch steht und die zwei Kühe überleben, dann will ich ein Kreuz aufstellen.“ Ihr Sohn Ingenuin errichtete es nach Kriegsende. Sein Großvater, der Zimmerer war, machte die Kreuzbalken und Christian Moosbrugger (Mühle) schnitzte den Christus. 1999 wurde es renoviert. Heute hat es ein breites Blechdach mit hellen Kreuzbalken und einem Schirm an der Rückwand, um es gegen Witterungseinflüsse zu schützen. Der Korpus wurde abgelaugt und neu gebeizt.

 

Metzler Gerda, Heimatkunde im Religionsunterricht. Kapellen, Bildstöcke und Wegkreuze in Egg.

Religionspädagogische Akademie der Diözese Innsbruck, Stams. Religionspädagogisches Institut der Diözese Feldkirch, 2002, Seite 60-61

Pfarramt Egg und Großdorf

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Öffnungszeiten im Pfarrbüro:

Dienstag, 15.00 - 18.00 Uhr

Freitag, 8.30 - 11.00 Uhr

Die Hirten

Sie sind erschrocken.

Sie hören, staunen.

Gehen hin nach Betlehem.

Dort stehen sie

mit großen Augen

und mit kleiner Logik.

Sie schauen in das Kind hinein, hindurch, so lange,

bis sie den Erlöser sehen.

Sie finden ihn.

In den Windeln eingehüllt.

Den Herrn der Welt.

Was mussten sie für Augen haben!

Sie beugen sich und finden Wahrheit.

Sie bücken sich und anerkennen,

was nicht durch sie entstand,

sie schauen nicht hin und her,

sie schauen einfach tief,

ein kleines Kind,

Retter der Welt.

Sie brauchen nicht gescheite Worte.

Es war genug für Hirten,

zu stehen vor der Krippe

und gehört zu haben,

das Heil ist da.

Ihre Augen fliehen nicht ins Unsichtbare.

Sie schauen hin

und sehen alles.

Sie schauen in die Augen eines Kindes

und loben Gott für dieses Heil.

Sie tanzen heim.

Sie sind gewiss: Er ist's.

 

Martin Gutl