Kreuz - Stadel 765

Für die Erhaltung dieses Wegkreuzes setzte sich Maria Lang ein, da es nach der Straßenerneuerung der Landesstraße Schwarzenberg-Egg 1977 entfernt worden war. Maria Lang ließ es renoviert wieder aufstellen. Sie verbindet eine sehr persönliche Geschichte mit diesem Wegkreuz und erzählte, dass ihre Familie den Vater bis zu diesem Kreuz begleitet hatte, als er in den 1. Weltkrieg einrücken musste. In Erinnerung an die wohlbehaltene Rückkehr ihres Vaters war ihr das Kreuz wichtig und wertvoll.

Dieses bescheidene Holzkreuz hat ein Schindeldach und einen geschnitzten Christuskorpus. Das Kreuz ist durch eine Aluminiumhalterung in der Erde verankert und darüber befindet sich der sehr persönlich gestaltete Blumenschmuck.

 

Metzler Gerda, Heimatkunde im Religionsunterricht. Kapellen, Bildstöcke und Wegkreuze in Egg. Religionspädagogische Akademie der Diözese Innsbruck, Stams. Religionspädagogisches Institut der Diözese Feldkirch, 2002, Seite 65-66

 

Bis ich einen traf ...

Ich weinte,

weil ich keine Schuhe hatte

bis ich einen traf,

der keine Beine hatte.

 

Ich schimpfte,

weil ich keinen Fernseher hatte

bis ich einen traf,

der blind war.

 

Ich knurrte,

weil das Essen nicht fertig war

bis ich einen traf,

der am Verhungern war.

 

Ich weigerte mich

für andere zu arbeiten

bis ich einen traf,

der für andere litt.

 

Ich heulte,

weil ich Zahnweh hatte

bis ich einen traf,

der gefoltert wurde.

 

Ich sträubte mich,

mein Kreuz zu tragen

bis ich einen traf,

der daran starb.

 

Ich weigerte mich,

JA zu sagen

bis ich einen traf,

der mich voll bejahte.

 

Rupert Federsel

Pfarramt Egg und Großdorf

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