Die Pfarren Egg und Großdorf haben einen Sonntagskalender herausgegeben. Dieser Tischkalender bietet für jeden Sonntag und Feiertag im kommenden Kirchenjahr einen Gedankenimpuls mit Bild, Text und Anregung – für Erwachsene und für Familien.

 

Mit dieser Initiative möchten wir den kulturellen und gesellschaftlichen Wert des Sonntags ins Blickfeld rücken. Zum Frühstück am Sonntag (oder zu einem anderen passenden Zeitpunkt) wird der Kalender und eine Kerze auf den Tisch gestellt und der Gedankenimpuls vorgelesen. Man kann dann im Familienkreis kurz darüber reden. Immer wieder lädt der Familienimpuls auch zu einer gemeinsamen Aktivität mit den Kindern ein. Wer sich mehr vertiefen möchte, kann auch eine der angegebenen Bibelstellen des jeweiligen Sonntags oder Feiertags lesen und ein Vaterunser beten.

 

Der Sonntagsimpuls kann also beliebig ausgeweitet werden. Für jeden Sonntag gibt es ein Blatt – vorne ein Text für Erwachsene, auf der Rückseite ein Impuls für Familien. Diese Form, den Sonntag zuhause mit einem kurzen Ritual zu begehen, kann gerade auch Menschen ansprechen, die nicht regelmäßig in die Kirche gehen und zu einer bewussteren Sonntagsgestaltung führen. Der Sonntagskalender kostet 12 Euro. Er ist im Pfarrbüro erhältlich.

 

Pfarramt Egg und Großdorf

6863 Egg, Pfarrhof 1

05512/2246, Fax -4

pfarre.egg@aon.at

pfarre.grossdorf@aon.at

 

Öffnungszeiten im Pfarrbüro:

Dienstag, 15.00 - 18.00 Uhr

Freitag, 8.30 - 11.00 Uhr

Die Hirten

Sie sind erschrocken.

Sie hören, staunen.

Gehen hin nach Betlehem.

Dort stehen sie

mit großen Augen

und mit kleiner Logik.

Sie schauen in das Kind hinein, hindurch, so lange,

bis sie den Erlöser sehen.

Sie finden ihn.

In den Windeln eingehüllt.

Den Herrn der Welt.

Was mussten sie für Augen haben!

Sie beugen sich und finden Wahrheit.

Sie bücken sich und anerkennen,

was nicht durch sie entstand,

sie schauen nicht hin und her,

sie schauen einfach tief,

ein kleines Kind,

Retter der Welt.

Sie brauchen nicht gescheite Worte.

Es war genug für Hirten,

zu stehen vor der Krippe

und gehört zu haben,

das Heil ist da.

Ihre Augen fliehen nicht ins Unsichtbare.

Sie schauen hin

und sehen alles.

Sie schauen in die Augen eines Kindes

und loben Gott für dieses Heil.

Sie tanzen heim.

Sie sind gewiss: Er ist's.

 

Martin Gutl